ICH WÜNSCHE DIR EIN SCHÖNES LEBEN

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Published on 2017/05/01 by jsabot

Über den Film: ICH WÜNSCHE DIR EIN SCHÖNES LEBEN

Eine Frau sucht ihre leibliche Mutter, die sie zur Adoption freigegeben hat, damit sie ihrem eigenen Sohn Fragen nach seiner Herkunft beantworten kann. Elisa, ist Physiotherapeutin, und ist für einige Monate in Dünkirchen als Vertretung in einer Praxis. Sie hat ihren Sohn Noah mitgebracht und lässt ihn in Dünkirchen zur Schule gehen. Vor 30 Jahren ist Elisa in Dünkirchen anonym geboren und von ihrer leiblichen Mutter direkt zur Adoption freigegeben worden. Elisa hat ihre leibliche Mutter über die Adoptionsbehörde gebeten, sich zuerkennen zu geben. Aber Elisas Mutter weigert sich ihre Identität zu offenbaren. Elisa hofft auf ein Einlenken der unbekannten Mutter, wenn sie in der gleichen Stadt lebt und auch auf den Zufall. Über viele Jahre hat Elisa die Frage nach ihren leiblichen Eltern in sich verschlossen. Da ihr Sohn Noah, aber einen arabischen Einschlag hat, der nicht von seinem leiblichen Vater kommen kann, kommen nur Elisas unbekannte Eltern in Frage. Als Noah anfängt sich in der Schule mit den arabisch stämmigen Kindern zu solidarisieren und seine Mutter bittet sie soll in der Schulkantine sagen, dass er wie seine Freunde kein Schweinefleisch ist, weil es dann für ihn einfacher sei, erkennt Elisa, dass sie auch für Noah Antworten zu ihrer unbekannten Familie finden muss. Die Regisseurin Ounie Lecomte ist selber bei Adoptiveltern aufgewachsen. In ihrem psychologisch sehr fein austarierten zweiten Langfilm spielt sie alle die Fragen durch, die sie und andere adoptierte sich schon ihr ganzes Leben stellen. Gibt es ein körperliches Erkennen zwischen Mutter und Tochter, obwohl sie sich nach der Geburt nie wieder begegnet sind? Was hält eine Frau davon ab, sich zu erkennen zu geben, wenn die Adoptionsbehörde im Namen der Tochter und der Enkel nach ihr fragt? Was führte dazu, dass eine Mutter ihr Kind direkt nach der Geburt zur Adoption freigibt? Gibt es einen Vater oder eine Familie, die bei all diesen Entscheidungen der Mutter eine Rolle spielten oder noch spielen?

  • Titel: ICH WÜNSCHE DIR EIN SCHÖNES LEBEN
  • OT: Je vous souhaite d’être follement aimée
  • Regie: Ounie Lecomte
  • mit: Céline Sallette, Anne Benoit, Elyes Aguis, Françoise Lebrun, LouisDo de Lencquesaing, Pascal Elso, Micha Lescot, Catherine Mouchet
  • Drehbuch: Ounie Lecomte, Agnès de Sacy
  • Kamera: Caroline Champetier
  • Schnitt: Tina Baz

Deutschland Start: 15.06.2017

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