„ALLES WAS KOMMT“ jetzt im Kino

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Published on 2016/04/05 by jsabot

ALLES WAS KOMMT: (OT: L´AVENIR): GEWINNER DER BERLINALE 2016

Der französische Spielfilm L’AVENIR (ALLES WAS KOMMT), für den Mia Hansen Løve mit dem Silbernen Bären für die beste Regie geehrt wurde, startet am 18. August 2016 in den deutschen Kinos. Hauptdarstellerin Isabelle Huppert spielt darin eine Philosophielehrerin, die überraschend von ihrem Mann verlassen wird. Für ihre überzeugende Performance einer Frau, die sich neu erfinden muss, wurde sie in Berlin frenetisch gefeiert.

Über dieser Film : ALLES WAS KOMMT

Gerade schien Nathalies Leben noch in bester Ordnung zu sein: Ein Beruf mit Berufung als Philosophielehrerin, eine eigene Lehrbuchreihe, eine stabile Ehe seit 25 Jahren und zwei fast erwachsene Kinder. Doch dann wird plötzlich alles anders. Ihr Mann verlässt sie für eine Andere, ihre exzentrische Mutter – die sonst Tag und Nacht um Nathalies Aufmerksamkeit buhlt – muss ins Altersheim und der Verlag deklariert ihre Bücher als altbacken und fordert eine Rundum-Modernisierung. Doch Nathalie, die die großen Gedanken stets den großen Gefühlen vorzieht, ist fest entschlossen, erhobenen Hauptes den Widerständen des Lebens zu trotzen und offen zu bleiben für alles, was kommt.

INTERVIEW MIT DER REGISSEURIN von „Alles was kommt“: 3 Fragen an  Mia Hansen Løve (aus dem Presseheft)

1- Welche ist die erste Einstellung in einem Film, die bei Ihnen einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen hat?

Die allererste Einstellung kann ich nicht nennen, aber dafür eine Szene, die mich einfach nicht loslässt: Es ist letzte Szene aus Eric Rohmers WINTERMÄRCHEN, wenn die Heldin zufällig im Bus auf den Mann trifft, dem sie die ganze Zeit gegen jegliche Vernunft verfallen war. Solche erzählerische Bögen, diese Ausdauer, die am Ende plötzlich gerechtfertigt ist, zwei Menschen wiedervereint: da kommt der Zauber des Kinos zum Tragen. Solche Enden helfen mir, die Beziehung, die ich zum Kino habe, zu verstehen.

2- War für Sie Kino immer schon ein Mittel, um die innere Funktionsweise von Personen zu untersuchen, die ständig im Werden begriffen sind?

Ja, und es ist auch eine Möglichkeit, eine Existenz durch eine Präsenz zu erfassen. Für mich sind Filme bewegte Porträts und nur das Kino ist in der Lage, so etwas zu leisten. Es geht darum, etwas festzuhalten, das empfindsam, sinnlich und flüchtig ist – wie der Versuch, einen Zugang zum Nicht-Greifbaren, zum Unendlichen zu finden.

3- Ihre Filme scheinen in besonderer Weise zeitgenössische Sittengemälde mit der Ergründung der Seele zu verbinden, um immer tiefer einzutauchen in die Darstellung des Inneren, Film für Film.

Auf jeden Fall haben all meine Filme diese Suche gemein und darin treten sie auch miteinander in Dialog. Es geht darum, ein Schicksal zum Ausdruck zu bringen, ihm einen Sinn zu geben. Und auch wenn die Geschichten, die ich erzähle, oft nicht besonders glücklich enden, versuche ich sowohl eine Wahrheit zum Ausdruck zu bringen als auch darin eine Art Fülle zu finden. Das erwarte ich vom Kino.

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