call my agent dix pour cent 10%

CALL MY AGENT: Kindergarten für Stars: Staffel 1 + 2 auf DVD erhältlich!

Eine Hommage an den Beruf des Künstlers

Unsere Kinder gehen in den Kindergarten und werden von Erziehern betreut. In der Kinobranche in Paris (dem Nabel der Welt) sind die Schauspieler die Kinder und die Agenten sind die Erzieher! So fühlt sich zumindestens die Atmosphäre der Serie mit deutschem Titel CALL MY AGENT (OT: „dix pour cent“, 10% ist die Höhe der Vermittlungsgebühr die ein Agent für einen erfolgreich abgeschlossenen Vertrag  mit einem Schauspieler erhält) an.

Dank der Serie lernt man diesen, vor allem für die Öffentlichkeit, sehr unbekannten Beruf „Agent“ kennen. Agenten spielen eine Schlüsselrolle für die Medienwelt, Agenten kümmern sich einfach um alles! Manche werden reich davon (vor allem die, die mit grossen Stars handeln), andere haben nur Stress und verdienen nicht viel Geld (wie so oft auf der Welt). Jeder Schauspieler hat einen Agenten, und um das geht es in der Serie: das Leben eines Agenten in einer Agentur (also quasi die Agentur für Arbeit für Schauspieler). Die Agenten entdecken neue Talenten, suchen Drehbücher, schaffen Kontakte mit berühmten Regisseuren, sorgen für Babysitter wenn es nötig ist oder organisieren Geburtstagsparties. Sie kümmern sich einfach um alles, sie spielen das Aupair-Mädchen mit nur einem Ziel: das Wohl ihrer Schauspieler. Damit kann der Schauspieler sich nur auf seine Leistung konzentrieren. Mit der Gefahr, dass Schauspieler zu kleinen, verwöhnten Kindern werden (das ist der  Preis).

Die Serie mit den Stars die ihren eigene Rolle spielen

Am Ende geht es nicht nur um die 10% Vermittlungsprovision. Es geht um mehr. Die Serie zeigt sehr gut dass Agenten nicht einfach „nur“ Arbeitsvermittler sind, sie sind  Teil der Familie und werden zu der Vertrauensperson für einen Schauspieler. Ohne seinen Agenten ist ein Schauspieler einfach verloren.  Es entwickelt sich über die Jahren eine Beziehung zwischen den Beiden und meistens sind sie sich treue – die Schauspieler bleiben oft in der gleichen Agentur. Dadurch lernt man auch dass die Agenturen in Paris um ihre Schauspieler kämpfen müssen, ansonsten werden sie von der Konkurrenz abgeworben.


Ironie Pur, zum ersten Mal in einer Serie spielen alle Schauspieler ihre eigene Rolle. Für diese Leistung muss man Regisseur Cédric Klapisch danken; er hat es geschafft dass diese Leute so eine Rolle akzeptieren. Vor allem wenn es um sehr persönliche Themen geht, wie mit Audrey Fleurot (Ziemlich beste Freunde): Ihr Comeback nach der Schwangerschaft von 2 Kindern und 3 Jahren Pause soll toll und beindruckend sein. Sie zeigt sich als besorgte Mutter (sie hatte noch nie einen Babysitter), sie hat Angst, sie kommt zurück und während der 3 Jahre hat die Konkurrenz nicht geschlafen!  Sie hat auch ein paar Kilos mehr auf den Hüften und muss eine Rolle als Gogo Tänzerin annehmen. Sie muss tanzen und viel Haut zeigen (am  Ende ein purer Albtraum).

Cineasten werden diese Serie lieben

Cédric Klapisch hat es geschafft über die 2 Staffeln so viele Stars wie noch nie zu bekommen: von Cécile de France, Julie Gayet, Juliette Binoche, Christophe Lambert, oder Isabelle Adjani u.v.m. – ein Fest für Cineasten. Durch die Kulissen der Agenten lernt man wie es in diesem Bereich zugeht (auch die dunkle Seite des Berufs). Es besteht auch die Möglichkeit dass man diesen Beruf nach 2 Staffeln haßt, da es viel um Egoismus und Oberflächlichkeit geht! Nicht nur die Besten werden erfolgreich aber vor allem die, die eine gute Agenten haben (am Ende ist es wie immer in der Wirtschaft, erfolgreich sind die, die sich gut verkaufen können … unfair aber wahr).

Ehrlichkeit

Trotz allem, geht es hier viel um Ehrlichkeit und das schätzt man an dieser Serie. Was bleibt, ist die Magie des Kinos (auf der Leinwand sieht man nur das Ergebnis der Arbeit und am Ende interessiert niemanden was hinter den Kulissen passiert).

CALL MY AGENT – Staffel 1 und 2 auf DVD erhältlich!

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