Französische Filmtage Tübingen Stuttgart

33. Französische Filmtage Tübingen + Stuttgart: volles Programm

So viele Filme wie nie zuvor

In diesem Jahr zeigen die Französische Filmtage so viele Filme wie nie zuvor: Über hundert sind es geworden, darunter wieder viele Deutschlandpremieren, vielversprechende Debütfilme, unsterbliche Klassiker, Ausflüge in die ganze frankophone Welt und wichtige Beiträge über den Zustand unserer Welt. Außerdem feiern wir auch in diesem Jahr ein großartiges Filmfest mit viel Musik, rauschenden Partys und stilvollen Empfängen. In Tübingen und Stuttgart, in Rottenburg und Mössingen und nach vielen Jahren wieder am Geburtsort der Französischen Filmtage, in Reutlingen.

Internationaler Wettbewerb

Die neun Produktionen, die in diesem Jahr um den Filmtage-Tübingen-Preis konkurrieren, repräsentieren eindrucksvoll das junge frankophone Kino. Eine raffinierte Komödie um eine skurrile Ménage à trois oder ein Roadmovie durch ein weihnachtlich-verschneites Montréal – immer sind es ungewöhnliche Themen, eine aufregende Bildsprache oder eindrucksvolle Protagonisten, die diesen Filmen das gewisse Etwas verleihen.

Neue Filme:  Horizons

Wer sich im letzten Jahr in die bezaubernde Virginie Efira verliebt hat, die im Eröffnungs- und im Abschlussfilm auf der Leinwand zu sehen war, hat Gelegenheit, sie als Rechtsanwältin in „Victoria“ wieder zu treffen, eine Komödie von Justine Triet, die schon bei uns zu Gast war. Absolute Starbesetzung bietet „Juste la fin du monde“, eine Theateradaptation von Xavier Dolan: Nathalie Baye, Léa Seydoux, Marion Cotillard, Vincent Cassel und Gaspard Ulliel treten hier gleichzeitig auf! Freunde der Französischen Filmtage können sich mit „Nelly“ und „Boris sans Béatrice“ auf neue Filme von Anne Émond und Denis Côté freuen. Und mit sehr viel Wehmut zeigen wir den letzten Film von Solveig Anspach und reisen in „L’effet aquatique“ mit der im letzten Jahr verstorbenen Regisseurin nach Island. Mit elf Filmen mehr als in den Vorjahren zeigen wir eine riesige und aufregende Auswahl aus allem, was der französischsprachige Film zu bieten hat: Teeniefilm und Theater, Thriller und Tragikomödie.

Spécial

Wir wollen wieder über Frankreich reden – und über den Rest der Welt. Zum Beispiel mit dem Schweizer Menschenrechtler, Globalisierungskritiker und Autoren Jean Ziegler. Der deutsch-französische Publizist und Politiker Daniel Cohn-Bendit diskutiert mit Stefanie Schneider, Landessenderdirektorin des SWR und den Französischen Filmtagen innig verbunden. In Stuttgart geht es um die Produktion von Dokumentarfilmen und die Verantwortung von Filmemachern und Sendern bei der Veröffentlichung von Bildern.

Zu diesen Filmen planen wir allabendliche Diskussionsrunden im Arsenal oder im Café Haag – wir möchten unseren Zuschauern die Gelegenheit bieten, mit den Filmemachern, mit uns und untereinander ins Gespräch zu kommen. In dieser Form haben wir das noch nie gemacht. Wir sind also sehr gespannt und hoffen auf einen guten und lebendigen Austausch über die unterschiedlichsten sozialpolitischen und philosophischen Themen.

Rétrospective

Der Schweizer Lionel Baier hat schon mit 12 Jahren begonnen, Filme zu drehen. Das war 1988 in Lausanne. Er leitete ein Kino, er war Regieassistent der berühmten Schweizer Dokumentarfilmerin Jacqueline Veuve. 2000 kam „Celui au pasteur (ma vision personnelle des choses)“ ins Kino, ein Dokumentarfilm über einen Pastor im Kanton Wallis – und eine Auseinandersetzung mit Baiers eigenem Vater. Ein Jahr später dokumentierte er mit „La Parade (notre histoire)“ die erste Gay-Pride-Parade im Wallis. Es folgen Spielfilme: „Garçon stupide“, „Comme des voleurs (à l’est)“, „Un autre homme“, „Les grandes ondes“ – insgesamt dreizehn in dreizehn Jahren. Es geht umFamilie, Heimat, Homosexualität, Religion, Liebe. Immer wieder anders, immer wieder mit einer neuen Sicht auf die Dinge. Den Film „Low Cost“ drehte er komplett mit einem Handy.

Hommage

Jedes Jahr haben wir Lieblingsfilme. Jedes Jahr bedauert man es, einen Filmtage-Film verpasst zu haben. Jedes Jahr bedauern wir es, dass wir den einen oder anderen Film nicht zeigen konnten. In Zusammenarbeit mit dem Institut Français bieten wir deshalb eine Reihe voller Klassiker, Highlights und Lieblingsfilmen, darunter „Hope“ von unserem Jurymitglied Boris Lojkine, der 2014 den Filmtage-Tübingen-Preis gewonnen hat.

Fokus Afrika

Der Querschnitt durch die aktuelle Filmproduktion des frankophonen Afrika, verbunden mit einer Diskussion über das zeitgenössische afrikanische Kino und dessen Rolle in der Gesellschaft, hat eine lange Filmtagetradition. Wie immer setzen sich die Filme mit den neuesten politischen und kulturellen Entwicklungen auseinander: Hiphop in Mali, demokratische Tendenzen im Tschad: Afrika ist in Bewegung, auch bei den Französischen Filmtagen.

Schulkino – aber nicht nur!

Das Kino als Kulturbotschafter: Französischsprachige Filme ermöglichen einen authentischen und quicklebendigen Zugang zur Frankophonie. Die Französischen Filmtage bieten Schülerinnen und Schülern eine ausgezeichnete Möglichkeit, interkulturelles Lernen mit einem eindringlichen und anregenden Kinoerlebnis zu verbinden.

In Zusammenarbeit mit Expertinnen der Filmdidaktik präsentieren wir auch dieses Jahr für den Unterricht ein äußerst interessantes Angebot aus fünf hochwertigen, aktuellen und sehr unterschiedlichen Filmen sowie eigens dafür konzipierte Unterrichtsanregungen, die den Kinobesuch sprachlich und inhaltlich vertiefen und somit nachhaltiger machen.

Filmfest

Filme schauen, diskutieren, tanzen, feiern: Stilvoll auf der Eröffnung der 33. Französischen Filmtage, ganz entspannt in einer Festivalkneipe: Die Filmtage bieten jede Menge Gelegenheiten, sich außerhalb des Kinosaals vom Festivalfeeling inspirieren zu lassen. Viele Menschen treffen kann man auf den Empfängen des Stuttgarter Trickfilmfestivals, der SACEM oder bei ARTE, Schweiz. Richtig abfeiern und tanzen lässt es sich auf der Filmtageparty im Schlachthaus, die wir mit dem freien Radio Wüste Welle organisieren. Richtig Spaß haben Menschen unter 16 auf dem Schülerkurzfilmwettbewerb im Kino Museum und im Institut Français Stuttgart, der von der Sparkassen-Finanzgruppe Baden-Württemberg unterstützt wird. Wer einfach nur etwas trinken gehen und die Festivalgäste treffen möchte, kommt abends in die Festivalkneipen. Die Französischen Filmtage kennen keine geschlossenen Gesellschaften, keine exklusiven VIP-Lounges, keine entrückten Stars. Wir sind stolz darauf, ein Publikumsfestival zu sein.

ohlala… bist Du immer noch da? Wir auch… Wir sind Medienpartner von den Filmtage und werden ständig für Euch drüber berichten!

Alle Infos und Interviews über Christopher Buchholz aus den letzten Jahren: HIER

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