"DIE NONNE" kommt ab 31.10.13 im Kino

„Die Nonne“ eröffnete den 30. Französische Film Festival am 31.10.13 in Stuttgart und hat den Schülerjury Preis im Wert von 5000 Euro gewonnen

Frankreich 1765. Das bürgerliche Mädchen Suzanne Simonin (Pauline Étienne) ist jung, hübsch und klug. Als es von seiner Familie dazu gedrängt wird, das klösterliche Gelübde abzulegen, entdeckt es ein lang gehütetes Geheimnis der Mutter (Martina Gedeck), das fortan sein Leben bestimmen wird: Suzanne kam unehelich zur Welt und soll für die Schuld der Mutter sühnen. Widerwillig beugt sich das Mädchen seinem Schicksal. Doch auch hinter Klostermauern bleibt Suzannes Hunger nach Freiheit und Selbstbestimmung ungebändigt und es beginnt ein langer, leidenschaftlicher Kampf gegen vorherrschende Konventionen und religiösen Fanatismus. Suzanne erfährt Heuchelei, Grausamkeit, Gewalt und Verführung. Um ihren Willen zu brechen, unterwirft Mutter Oberin Christine (Louise Bourgoin) sie furchtbaren Erniedrigungen. Suzanne erreicht, dass sie in ein anderes Kloster verlegt wird, wo sie sich jedoch der obsessiven Zuneigung der Mutter Oberin von St. Eutrope (Isabelle Huppert) ausgesetzt sieht…
Die Nonne

Kinostart: 31.10.13
http://bit.ly/18ttJpL

3 Fragen an dem Regisseur GUILLAUME NICLOUX Regie und Buch

Wann haben Sie „Die Nonne“ von Diderot gelesen?

Ich trage dieses Projekt mit mir herum, seit ich ein Teenager bin. Meine Ausbildung war religiös geprägt, und nach meinem Glaubensbekenntnis zog ich den Eintritt ins Priesterseminar ernsthaft inErwägung. Die Verlockung verschwand, als ich 13 wurde und Musik und meine Sexualität entdeckte – als meine Sinne explodierten. Ich wusste nichts über diese Dinge, und das nicht, weil ich besonders streng erzogen worden war – das Gegenteil ist der Fall. Aber bis dahin war ich hauptsächlich mit meinem Glauben beschäftigt. Dann entdeckte ich Punk und Anarchie und begann alles zu lesen, was mir in die Finger kam. Darunter war auch „Die Nonne“. Der Roman hat mich in meiner Rebellion und all meinen Fragen stark beeinflusst. Ich habe das Buch niemals vergessen; es hat mich fürs Leben geprägt. Einige Jahre später habe ich mich dann gefragt, wie man wohl eine Kinoversion aus der Geschichte des jungen Mädchens machen könnte, das gegen seinen Willen ins Kloster gesperrt wird. Erst vor drei Jahren fand ich den Zugang für eine mögliche Verfilmung.

Was war der Schlüssel für die Filmversion?

Die Nonne“ ist weniger ein Roman über Gefangenschaft als vielmehr einer über die Freiheit.Deshalb wollte ich mich auf die im Buch geschilderten eigentlichen Sehnsüchte konzentrieren: Gedankenfreiheit und Selbstverwirklichung jenseits aller religiösen Zwiespälte. Denn tief in ihrem Innern verleugnet Suzanne ja keineswegs ihren Glauben und die Liebe zu Gott. Sie artikuliert lediglich ihren Willen, beides so zu leben, wie es ihr richtig erscheint.

Also haben Sie die Geschichte modernisiert…

Das war gar nicht nötig. Die Themen, um die es in „Die Nonne“ geht, sind extrem zeitgemäß. Eine junge Frau, die gegen Autoritäten rebelliert. Ihr unerbittlicher Kampf um Freiheit. Das Recht au Gerechtigkeit, die Weigerung zu resignieren, die Auflehnung gegen Gefangenschaft. Das Spannendste daran ist die offensichtliche Modernität des Themas und der Einfluss, den es auf junge Menschen hat.

http://www.youtube.com/watch?v=1hh571zMK9w

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