"Das Haus auf Korsika" ab 12.07.2012 im Kino

Au cul du loup (OT), ein Film von Pierre DUCULOT

Foto Premiere in Stuttgart am 11.07.12

BESETZUNG
Christelle Cornil
François Vincentelli
Marijke Pinoy
Roberto D’Orazio
Jean-Jacques RausinPierre
Nisse Cédric Eeckhout
Marie Kremer
Marcelle Stefanelli
Didier Ferrari

Christina ist fast 30, lebt seit 10 Jahren mit ihrem Freund zusammen und jobbt lustlos in der Pizzeria ihres `Schwiegervaters´ in der kleinen italienischen Kolonie der belgischen Bergarbeiterstadt Charleroi. Eines Tages erbt Christina von ihrer Oma ein Haus auf der Insel Korsika, von dem die Familie nichts wusste. Alle drängen Christina zum schnellen Verkauf. Doch Christina denkt nicht im Traum daran und macht sich lieber selbst auf den Weg in den Süden.

Schließlich – hofft sie – hat sich ihre Lieblingsoma vielleicht etwas dabei gedacht, sie nach Korsika zu schicken. Doch das Haus entpuppt sich als eine echte Bruchbude mitten in der Wildnis.
Ungewohnt herb ist nicht nur die Natur, auch die verschlossenen Nachbarn machen Christina den Anfang nicht leicht. Doch die frische Luft der korsischen Berge tut ihr gut. Sie möchte das Haus wieder bewohnbar machen. Plötzlich ist jeder weitere Tag ein Geschenk. Und natürlich gibt es
noch eine Geschichte, die das Haus erzählen soll

 
 Trailer anschauen

Ein paar Fragen an dem Regisseur

Wie ist die Idee zu dem Film entstanden?
Drei Dinge haben mich interessiert. Ich hatte zunächst Lust, von Charleroi und Korsika zu
erzählen, zwei Regionen, die ich gut kenne. Dann auch von der Idee, sein Schicksal in die
eigene Hand zu nehmen. Ich kenne viele 30-jährige, die sich jeden Tag fragen, ob sie die richtigen Entscheidungen für ihr Leben getroffen haben. Aus Mangel an Mut, führen sie ein wenig befriedigendes, angepasstes Leben. Dazu kam mein Interesse, mit Christelle Cornil zu arbeiten. Von den drei Elementen ausgehend, entwarf ich die Figur einer 30-jährigen, die davon träumt, ein anderes Leben zu führen. Sie in Charleroi anzusiedeln, wo ich selbst her komme, und von Korsika träumen zu
lassen, bot sich an. Daraus ist dann die Geschichte mit der Erbschaft entstanden.

Was hat Sie an Korsika gereizt?
Das ist eine persönliche Vorliebe, ich bin dort viel herumgereist, im Sommer, aber auch
außerhalb der Saison. Die Region fasziniert mich. Im Sommer vermittelt sie das Bild, das wir aus dem Fernsehen kennen: Tourismus, Traditionen, die Folklore der Polyphonie-Gesänge und der mutmaßliche Terrorismus. Im Winter ist es kein leichter Ort zum Leben. Es gibt nicht viele Leute, ein paar Alte, die Lieferwagen der Bäcker kommen nur alle drei Tage vorbei. Die Schwierigkeiten, von
einem Ort zum anderen zu gelangen, Hilfe zu bekommen, wenn man einen Wasserrohrbruch
hat. Aber die Bewohner dieser entlegenen Dörfer halten zusammen und helfen sich gegenseitig. Ich wollte ein intimes Bild von Korsika zeigen, wie ich es kenne. Es ist wichtig, eine Region gut zu kennen, wenn man sie im Film zeigen will.

Die Natur spielt in dem Film eine wesentliche Rolle.
Heute hat man den Bezug dazu völlig verloren. Man betrachtet die Natur wie im Museum,
dreimal pro Jahr. Nur wenige Leute verspüren noch das Bedürfnis, darin einzutauchen, lange
zu gehen, mitten im Wald zu schlafen, Natur zu erleben und zu spüren, Wasser, Wind etc. Ich
brauche das. Immer wieder bin ich mit meinem Rucksack für eine Zeit verschwunden, und
keiner sollte mich suchen. Christina liebt die Natur wie die gut erzogenen, jungen Mädchen, mit den Pandas des WWF und den Tieren aus dem Zoo von Vincennes. Aber als sie dann losgeht, gibt es keinen Menschen mehr, soweit sie blicken kann. Sie entdeckt die Kälte des Winters, die
Frische des Wassers. Wenn man die Anstrengung macht, Kontakt mit der Natur
zu suchen, tut er gut. Es war mir wichtig, das Gefühl des Eintauchens zu vermitteln.

Christel Cornil – Haupdarstelerin
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